Veranstaltungen 2018

Do    25.10.2018, 19.30 Uhr

Vortrag„Nicht jede Gedächtnislücke ist eine Demenz- oder Alzheimererkrankung“      

Vortragender: PD Dr. med. Oliver Neuhaus, Chefarzt Neurologie der SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen

Veranstaltungsort: Evangelisches Gemeindehaus, Karlstraße 24, 72488 Sigmaringen

Veranstalter: Hospizgruppe Sigmaringen e.V.

 —-

20. November 2018 um 19.00 Uhr

Gedenkfeier für die durch die Hospizgruppe begleiteten Verstorbenen und deren Angehörigen

Ort: Krankenhauskapelle SRH Kliniken, Sigmaringen

 —

Dezember 2018

Vorweihnachtliches Konzert

————————————-

Anfragen zu den Veranstaltungen an:

Hospizgruppe Sigmaringen e.V.

 Mail:   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!      

 Tel. 07571 62185

----------------------------------

Beiträge

 

Gertrud Schröder als 1. Vorsitzende verabschiedet

Nach dreizehn Jahren als 1. Vorsitzende der Hospizgruppe hat Gertrud Schröder bei der Mitgliederversammlung am 15. März das Amt niedergelegt. Sie hat damit mehr als die Hälfte der Zeit des Bestehens der Hospizgruppe in diesem wichtigen Amt dem Verein zur Verfügung gestanden. Ihr Bekenntnis zum Hospizgedanken und ihre Festlegung auf die Förderung, Ausbildung und Betreuung der Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter hat den Verein gefestigt und zu einem wertvollen und verlässlichen Partner in der Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden gemacht. Der 2. Vorsitzende, Peter Wozniak, hat ihr dafür den aufrichtigen Dank des Vorstandes, des Beirats und der Vereinsmitglieder ausgesprochen.

Leider ist es bislang noch nicht gelungen, einen Nachfolger zu finden. Satzungsgemäß hat Peter Wozniak deshalb die kommissarische Leitung der Hospizgruppe bis zur Nachwahl übernommen.

Bei der Mitgliederversammlung konnte Gertrud Schröder einen intakten, attraktiven und finanziell gut aufgestellten Verein übergeben, der in vielen Betreuungsstrukturen in Sigmaringen und im Landkreis vertreten ist. Das 25jährige Bestehen in diesem Jahr, ein stabiler Mitgliederbestand von rund 140 Mitgliedern und eine steigende Anzahl an Begleitungen im vergangenen Jahr belegen eine aktive und anerkannte Vereinstätigkeit.

---------------------------------------------------

Palliativmedizin als Hoffnungsträger - Vortrag vom 21.2.2018

Sigmaringen „Der Tod soll kommen, wenn es für ihn Zeit ist und nicht wenn man ihn ruft“, so könnte man die Zielsetzung der Palliativmedizin in griffigen Worten beschreiben. Über die Möglichkeiten der Palliativmedizin, aber auch deren Grenzen referierte Dr. Gabriele Käfer auf Einladung der Hospizgruppe Sigmaringen. 

In der Diskussion der vergangenen Jahre über die Sterbehilfe hat die Palliativmedizin einen neuen, alternativen Bedeutungsschub gewonnen. Die gesetzlichen Regelungen dazu gipfelten im Jahre 2016 in einem Hospiz- und Palliativgesetz, nach dem jeder Versicherte einen Anspruch hat auf individuelle Beratung und Hilfestellung bei der Inanspruchnahme von Leistungen der Hospiz- und Palliativversorgung, der persönlichen Vorsorge für die letzte Lebensphase sowie der Einbindung von Angehörigen oder Vertrauenspersonen.

Dabei verfolgt die Palliativmedizin den gesamtheitlichen Ansatz der Betrachtung des Patienten und beinhaltet alle Maßnahmen, in die die individuelle physiologische, psychologische, soziale und spirituelle Dimension des Patienten veränderbar einfließen. Deshalb geht die Palliativmedizin über die reine Schmerzbekämpfung hinaus und bringt in die Umsorgung des Patienten alle physiotherapeutischen Hilfen, wie Mas-sagen, Aroma- und Wärmetherapien und die Anwendungsanleitung von Angehörigen ebenso ein wie die Suche nach gewünschten Gesprächspartnern für die spirituellen Bedürfnisse. Die Palliativmedizin hat sich so zu einer schützenden und sorgenden Kultur für den Patienten entwickelt, die unterschiedliche Berufe und Fähigkeitsprofile einbezieht.

Diesem grundsätzlich positiven Ansatz sind aber auch Hürden gesetzt. Sie ergeben sich aus der individuellen Unsicherheits- und Angstsituation des Patienten, aus dem Fehlen eines gewachsenen Umfelds bei Alleinstehenden, aus dem Zusammenkom-men unterschiedlicher Krankheits- und Empfindungssymptomen und dem dadurch wachsenden Pflegebedarf aber auch aus der Erfahrung von Hilflosigkeit und Ohn-macht des handelnden Personals.

Hospizversorgung und Palliativmedizin befinden sich immer noch in einem Entwick-lungsprozess. Diese Entwicklung wird auch maßgeblich durch die Anteilnahme und das Wissen in der Gesellschaft beeinflusst. Sterbensfragen sind existenzielle Fragen, die an tiefe Überzeugungen und Ängste rühren. In dieser Situation können Hospizversorgung und Palliativmedizin Hoffnungsträger sein.

-——————————————————

Gefühlvolle Einstimmung auf Weihnachten (Harfenkonzert 2017)

In der Krankenhauskapelle Sigmaringen hat Dr. Angela Schlögl-Eggert mit Harfe und Gesang über 100 Zuhörer auf das bevorstehende Weihnachtsfest eingestimmt. Zum wiederholten Male durch die Hospizgruppe Sigmaringen eingeladen, hat sie mit virtuosem Harfenspiel und mit aus-drucksvoller Stimme vorrangig Allgäuer Advents- und Weihnachtslieder vorgetragen. Diese meist ruhig und besinnlich geprägten Weisen der alpenländischen Volks- und Stubenmusik haben das begeisterte Publikum schnell erfasst. Mit schwungvollen und erfrischenden englischen Weihnachtsliedern kamen auch die freudigen und hellen Aspekte der Adventszeit zum Ausdruck.

Über 20 Jahre schon betreibt Angela Schlögl-Eggert diesen Musikstil und hat sich durch viele, vor ihr so bezeichneten „Bethlehem Rallys“, ein immenses Repertoire erarbeitet. Seit sie mit fünfzehn Jahren mit dem Harfenspiel begann, hat sie durch unzählige Einzel-, aber auch durch Orchesterkonzerte sich ihren persönlichen Stil an der Harfe entwickelt, der durch präzise Einzeltonfolgen ebenso zu überzeugen weiß wie durch virtuose Klangkaskaden.

Zusammen mit Mutter Vevi hat sie das Konzert mit einfühlsamen und froh machenden Texten moderiert und so die Zuhörer ihre eigene, friedfertige Weihnacht finden lassen.

---------------------------------

Hospizgruppe gedenkt der Verstorbenen

34 Rosen stehen für 34 Menschen, die die Hospizgruppe Sigmaringen im zu Ende gehenden Jahr in der letzten Phase ihres Lebens begleitet hat. 34 Rosen, jede mit dem Namen eines Verstorbenen, standen im Mittelpunkt einer Gedenkfeier mit den Angehörigen und den Mitgliedern der Hospizgruppe in der Krankenhauskapelle.

Auch Schuldekan Franz Gnant hat das Rosenmotiv in seinen Gedanken zu Tod, Verlust und Abschied aufgegriffen. Bezugnehmend auf die Erzählung von Antoine de Saint-Exupéry „Der kleine Prinz“ führte er aus, dass die vertraute Rose für die Erinnerung an eine gemeinsame Zeit ebenso stehe wie für das Geheimnis des Lebens. „Hast Du Angst vor dem Tod?“ fragte der kleine Prinz die Rose. Darauf antwortete sie: „Aber nein. Ich habe doch gelebt, ... So will ich warten auf das neue Leben und ohne Angst und Verzagen verblühen.“

Codekanin Dorothee Sauer, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde, zitierte in ihrem Gedenken an die Verstorbenen aus den Briefen Dietrich Bonhoeffers an die Familie Bethge aus dem Jahre 1943. Jeder Tod risse in eine Gemeinschaft eine Lücke, die durch nichts ersetzt werden könne. Aber diese Lücke sei das Bindeglied auch über den Tod hinaus. Je schöner und voller die Erinnerung an einen Menschen sei, desto schwerer sei die Trennung und die Dankbarkeit verwandele die Qual der Erinnerung in eine stille Freude. „Man trägt das vergangene Schöne nicht mehr wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich."

Kantor Sukwon Lee verstand es, mit seinem Orgelspiel einfühlsam und zugleich virtuos die einzelnen Elemente der Gedenkfeier miteinander zu verbinden. Seine Improvisationen von „Es ist ein Ros` entsprungen“ und „Sah ein Knab` ein Röslein stehn“ führten auf das Rosenmotiv dieser berührenden Feier zurück.

---------------------------------

Hospizgruppe Sigmaringen bietet zusätzliche Ausbildungsplätze an

Sigmaringen Für die im ersten Halbjahr 2018 geplante Ausbildung von Sterbebegleitern stehen bei der Hospizgruppe Sigmaringen e.V. noch weitere Plätze zur Verfügung. Die Ausbildung hat zum Ziel, Frauen und Männer zu befähigen, Schwerstkranke und Sterbende sowie deren Familienangehörige zu begleiten.

Der Grundkurs beginnt am 24. Februar 2018 und endet am 01. Juli 2018. Er umfasst 50 Unterrichtseinheiten, die in Form eines Wochenendseminars in Untermarchtal und sieben Tagesveranstaltungen in Sigmaringen aufgeteilt sind. Zusätzlich sind danach Hospitationen in Pflegeeinrichtungen eingeplant.

Interessenten wenden sich an Hospizgruppe Sigmaringen e.V., Postfach 1328, 72481 Sigmaringen oder Telefon 07571 - 682222 oder Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Weitere Informationen zum Hospizdienst in Sigmaringen sind im Internet über

www.hospiz-sigmaringen.de einzusehen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Wozniak, 2. Vorsitzender